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Mehr Sience Fiction für die Demokratie!

Was haben ein eingeschweisstes Pilzrisotto, eine bewusstseinsverändernde Pille, und eine Münzwurfmaschine gemeinsam? Alle drei sind spekulative Artefakte und erzählen drei unterschiedliche Zukunftsszenarien für eine digitale Demokratie im Jahr 2050. Sie sind das Ergebnis einer Studie zu Digitalisierung und Demokratie, welche wir im Auftrag der TA-SWISS, neben zwei weiteren Projektgruppen (gfs.bern & DSJ) durchführen durften. Aus heutiger Sicht sind viele Zukünfte für eine digitale Demokratie denkbar, manche davon wünschenswert, manche davon weniger. Deshalb steht in unserer Studie folgende Frage im Vordergrund: (Wie) wollen wir die Demokratie digitalisieren? Schliesslich digitalisiert sich die Demokratie nicht von selbst. Sie ist ein von Menschen gestaltbarer Prozess mit Handlungsspielräumen. Damit wir proaktiv auf eine wünschenswerte Zukunft hinarbeiten können, brauchen wir eine geteilte Vorstellung davon, wie diese aussieht. Und wo, wenn nicht in einer Demokratie sollte dies demokratisch ausgehandelt werden? Das tun wir, indem wir uns unterschiedliche Zukünfte ausmalen und darüber diskutieren. Genau diesen Verhandlungsprozess wollen wir mit unseren Artefakten und dazugehörigen Szenarien anstossen. Wir wünschen uns, dass wir uns als Bürger:innen vermehrt auf spekulatives Terrain wagen: Wir brauchen Mut zur Spekulation, mehr Science Fiction! Am Beispiel unserer TA-SWISS Studie stellen wir verschiedene spekulative Zukünfte für die Demokratie vor und eröffnen damit die Debatte über wünschenswerte Entwicklungen.

10.11.2021, 17:00 – 18:00
Allemand
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